Cochem an der Mosel

Die nur 15 km von Müden entfernte Kreisstadt Cochem wurde urkundlich erstmals im Jahr 886 als Zollstätte "Cuachoma" erwähnt. Cochem liegt mit seinen zwei Ortsteilen Cond und Sehl malerisch zwischen Eifel und Hunsrück an einer langen Moselschleife. Cochem ist mit seinem idyllisch restaurierten Altstadtkern, seinen engen Gassen, den alten winkligen Fachwerkhäusern und der Moselpromenade eine Tourismusstadt, die aber dank der vielen kleinen Geschäfte auch zum Einkaufen einlädt.

Mit einer Sesselbahn hat man die Möglichkeit zum Aussichtspunkt Pinnerkreuz zu gelangen, von wo aus man einen herrlichen Ausblick auf Cochem und die Reichsburg hat.


  Reichsburg

Burg Reichsburg 

Das Wahrzeichen von Cochem ist die 1.000 Jahre alte Reichsburg, die auf der Bergkuppe über der Stadt thront. Weiterhin gibt es im Enderttal bei Cochem die Burgruine Winneburg

 
Koblenz an Rhein und Mosel

Nur 35 km von Müden entfernt liegt von den vier Mittelgebirgen Taunus, Westerwald, Eifel und Hunsrück umgeben am Zusammenfluß von Rhein und Mosel die Einkaufsmetropole Koblenz.

Koblenz kann auf eine 2000jährige Geschichte zurückblicken und bietet eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten. So zum Beispiel das Kurfürstliche Schloß, das Deutschherrenhaus, die imposante Festung Ehrenbreitstein, das Deutsche Eck und nicht zu vergessen eine große Anzahl von Museen (unter anderem auch die Wehrtechnische Studiensammlung) und historischen Kirchen.
 

  • Festung Ehrenbreitstein

Die Festung Ehrenbreitstein drohnt auf einem 118 Meter hohen Felsen über dem Rhein gelegen gegenüber vom Deutschen Eck, Koblenz. Sie ist über einen Sessellift, zu Fuß oder auch mit dem Auto zu erreichen. Von der Festung Ehrenbreitstein aus hat man den schönsten Ausblick auf Koblenz und das Deutsche Eck. Bei schönen Wetter kann man von der Festung aus bis in den Westerwald, die Eifel und den Hunsrück hinein sehen.

Ende des 10. Jahrhunderts wurde die Festung Ehrenbreitstein gegenüber der Moselmündung errichtet. Sie galt über Jahrhunderte hinweg als unbezwingbar und wurde nie zerstört.

Unter anderem befindet sich auf der Festung Ehrenbreitstein das Landesmuseum, das 1956 als "staatliche Sammlung für Vorgeschichte und Volkskunde" gegründet wurde. Neben der Geschichte der Festung Ehrenbreitstein kann man auch einen Einblick in die Geschichte der Technik gewinnen. So ist ein Teil des Museums dem Autoingenieur August Horch gewidmet, der nur 10 km von Koblenz geboren wurde.
 

  • Deutsches Eck

Das imposante Denkmal "Deutsches Eck" erhebt sich mit einer Höhe von 37 Metern am Zusammenfluß von Rhein und Mosel. Es ist ein idealer Ausgangspunkt um die Stadt Koblenz zu erkunden.

Das 350 Zentner schwere Denkmal auf dem Deutschen Eck wurde als Dank für die Einigung des Deutschen Reiches im Jahre 1897 durch Kaiser Wilhelm I. ("Wilhelm der Große") gestiftet. Im zweiten Weltkrieg wurde das Standbild durch amerikanische Soldaten zerstört. 1953 wurde das ehemalige Standbild durch einen Mast mit der daran befestigten Deutschen Flagge ersetzt und somit zum Mahnmal der Deutschen Einheit erklärt. Im Jahr 1993 wurde eine Kopie des zerstörten Standbildes des Kaisers mit Pferd und Siegesgöttin aufgestellt. An die Deutsche Wiedervereinigung erinnern neben den am deutschen Ecke wehenden Fahnen der 16 Bundesländern, auch die im Denkmal in Stein gehauenen Wappen der Bundesländer.
 
   

Trier an der Mosel

Trier gilt als die älteste Stadt Deutschlands und liegt 100 km von Müden entfernt. Sie liegt im Dreiländereck Deutschland, Luxemburg und Frankreich eingebettet zwischen den Gebirgen Hunsrück und Eifel und den Flüssen Mosel, Saar, Ruwer und Sauer. Die Weinbaustadt Trier ist mit seinen einzigartigen und berühmten Sehenswürdigkeiten und Kultureinrichtungen immer eine Reise wert. Wie man in Trier sagt, kann man "in 2000 Schritten 2000 Jahre Geschichte entdecken", da die römische und germanische Kultur eindrucksvoll erhalten ist. Trier hat eine große Vielzahl von Denkmälern, wie die berühmte Porta Nigra, die Kaiserthermen, das Ampitheather, die Konstantinbalilika (Palastaula), das kurfürstliche Palais, den St. Peter Dom, sowie eine Vielzahl von Kirchen und Museen.

Der bekannteste Sohn der Stadt Trier ist der Verfasser des "Kommunistischen Manifestes", Karl Marx, dem auch im Geburtshaus ein Museum gewidmet ist.

Trier ist immer einen Tagesausflug wert und von Müden aus mit dem Auto oder auch mit der Bahn zu erreichen.
 


Kaiserthermen

  • Porta Nigra

Bei der Porta Nigra, dem unumstrittenen Wahrzeichen der Stadt Trier, handelt es sich um das imposanteste römische Bauwerk nördlich der Alpen. Es wird auch das "Schwarze Tor" genannt, da das aus hellen Sandstein errichtete Bauwerk bedingt durch Witterungseinflüsse eine dunkle, fast schwarze, Farbe erhalten hat. Die Porta Nigra wurde Ende des 2. Jahrhundert als Nordtor der römischen Stadtbefestigung erbaut. Nach dem Untergang des Römischen Reiches beherbergte die Porta Nigra eine Doppelkirche, die sich im Obergeschoss des Gebäudes befand.

Die Porta Nigra ist eine Doppeltoranlage mit Innenhof (Zwinger), die aus mächtigen Sandsteinquadern gebaut wurde. Sie weißt eine Breite von 39 Metern und eine Tiefe von 25 Metern auf. Der Westturm ist 30 Meter, der Ostturm 23 Meter hoch.

Besuchern sind alle Geschosse der Porta Nigra über das ganze Jahr hinweg zugänglich.
 

  • Amphitheater

Das Amphitheater ist der älteste noch erhaltene Bau des Römischen Reiches in Trier. Es ist am Ostrand der heutigen Stadt in den Petrisberg eingegraben. Erbaut wurde es 100 n. Chr. Seinerzeit bot das Amphitheater 20.000 Zuschauern Platz
 

  • Kaiserthermen, Barbarenthermen, Thermen am Viehmarkt

Bei den Kaiserthermen handelt es sich um die jüngste und eindrucksvollste römische Badeanlage in Trier. Ursprünglich wies sie eine Grundfläche von 260 x 145 Metern auf, womit sie zu den monumentalsten und prächtigsten römischen Bauten in Deutschland zählte und auch heute noch zählt. In ihrer Größe wird sie nur von den Carcallathermen in Rom übertroffen. Von den Kaiserthermen sind heute noch neben dem Grundgemäuer der einstigen Abteilungen, rundbogigen Durchlässen und einem Netz von unterirdischen Gängen nur noch die Ruine des Warmwasserbades zu sehen.

Die an der Südallee gelegenen Barbarathermen sind älter als die Kaiserthermen und die Thermen am Viehmarkt. Sie zählen ebenfalls zu den imposantesten Badeanlagen des ehemaligen Römischen Reiches. Bei den Barbarathermen handelte es sich um das Bad der römischen Stadtbevölkerung.

Die Thermen am Viehmarkt wurden völlig überraschend 1987 beim Bau einer Tiefgarage am Südende der Fußgängerzone entdeckt. Die dritte römische Thermalanlage in Trier weist eine Grundfläche von 102 x 82 Meter auf.
 

  • Liebfrauenkirche

Der feingliedrige Bau der Liebfrauenkirche ist baulich mit dem Trierer Dom verbunden. Es handelt sich bei der Liebfrauenkirche um eine Dompfarrkirche, die mit ihrem kreuzförmigen Grundriß in einer der    frühesten gotischen Formen im 13. Jahrhundert errichtet wurde. Neben der Gottesmutter Maria ist die Liebfrauenkirche auch St. Laurentius gewidmet.
 
 

Beilstein an der Mosel

Beilstein an der Mosel, ist ein kleiner aber bekannter Moselort. Die ineinander verschachtelten Fachwerkhäuser des reizvollen Winzerdörfchen liegen, eingezwängt zwischen Mosel und steilen Rebhängen, an den Ufern zweier aus dem Hunsrück kommender Bäche. Beilstein wird durch die Burgruine Beilstein (Burgruine Metternich) und der Kirche des ehemaligen Karmeliterklosters überragt. Das Gesamtensemble des Winzerortes Beilstein steht unter Denkmalschutz. Beilstein wird wegen seines verträumten mittelalterlichen Idylls auch "Dornröschen der Mosel" genannt.

Neben den vielen historischen interessanten Gebäuden befindet sich im Cafè "Klapperburg" auch ein Kaffeemühlen-Museum mit über 350 Kaffeemühlen aus verschiedenen Zeitepochen der ganzen Welt.

Beilstein ist von Müden aus 15 km entfernt. Am besten erreicht man Beilstein jedoch im Rahmen einer romantischen Moselbootstour.

 
 

Weltkulturerbe Mittelrhein

Am 27. Juni 2002 hat das Welterbekomitee der UNESCO in Budapest das Mittelrheintal zwischen Bingen / Rüdesheim und Koblenz zum Weltkulturerbe erklärt.

Dieser, rund 65 Kilometer lange Abschnitt des Oberen Mittelrheintals, ist eine Kulturlandschaft von großer Vielfalt und Schönheit. In der Vergangenheit oft Grenze, dann wieder die Kulturen verbindend, ist diese Region in die Geschichte des Abendlandes eingebettet. Baudenkmäler von großer Bedeutung sind hier, wie in wohl keiner anderen europäischer Kulturlandschaft erhalten geblieben.

Das Weltkulturerbe Mittelrhein läßt sich von Müden aus am besten in Verbindung mit einer Tagestour (Entfernung ca. 80 km) erkunden.
 

  • St. Goarshausen – Loreley

Bei St. Goarshausen am Mittelrhein liegt der sagenumwobene Felsen Loreley. Der Loreleyfelsen ragt mit seinen 132 Metern steil in das Rheintal hinein. An der Loreley verengt sich der Rhein auf eine Breite von rund 200 Metern und hat mit 25 Metern seine tiefste Stelle.

Der Sage nach, soll eine Jungfrau auf dem Felsen, ihr Haar kämmend, die vorbeifahrenden Schiffer mit ihrer Erscheinung betört und in den Tod gerissen haben, da diese so in den Bann gezogen waren, dass sie auf die gefährlichen Felsenriffe im Rhein nicht mehr Acht gaben und schließlich von den Wellen verschlungen wurden.

Der Loreleyfelsen ist über einen Wanderweg, oder auch per Pkw, zu erreichen. Von ihm aus hat man eine reizvolle Aussicht auf das Rheintal und auf die Burg Katz bei St. Goarshausen.
 

  • Rüdesheim am Rhein – Drosselgasse

Rüdesheim ist einer der meistbesuchten Weinorte und Fremdenverkehrsorte am Rhein. Weltberühmt ist die 144,5 Meter lange Drosselgasse mit seine Kopfsteinpflastern und Fachwerkhäusern, sowie Weinstuben und Stimmungslokalen.

Gegenüber von Rüdesheim befindet sich Bingen. Bekannt geworden ist Bingen durch die heilige Hildegard von Bingen, welcher in Bingen auch ein Kloster gewidmet ist.

Auf einer Felseninsel im Rhein bei Bingen befindet sich der Mäuseturm, ein ehemaliger Wartturm. Auch der Mäuseturm ist durch eine Sage berühmt geworden. Die Sage beruht auf den durch Hartherzigkeit berüchtigten Erbauer des Mäuseturms, den Mainzer Erzbischof Hatto II und einer damaligen Hungersnot im Land. Hatto soll während der Zeit einer Mißernte alles Getreide in seine Scheunen geschafft und nicht an die hungernden Landsleute abgegeben haben. Als das Betteln der Landsleute aufgrund der großen Hungersnot immer schlimmer geworden ist, hat er grausamerweise eine Schar hungriger Bettler in die Scheunen eingeschlossen und diese dann angezündet, wodurch die Bettler elendig darin verbrannten. Tausende von Mäusen seine daraufhin aus der brennenden Scheune geflohen und in die Gemächer des grausamen Erzbischofs gelaufen um diesen anzufallen. Der erschrockene Erzbischof flüchtete in seinen Turm, um Sicherheit zu suchen, doch die Mäuse folgten ihm auch dort hin. Die Scharen der Mäuse fielen über ihn her und bissen auf ihn ein, bis er eines qualvollen Todes starb.
 
 

Idar-Oberstein [nach Idar-Oberstein]

In Idar-Oberstein befinden sich die einzigen zur Besichtigung freigegebenen Edelsteinminen Europas. Die Existenz der Edelsteinminen begründet die in Idar-Oberstein bestehende Edelsteinmanufaktur.

Nach vorheriger Anmeldung ist es z. B. möglich in einen Schürfstollen unter bergmännischer Aufsicht nach Herzenslust Achate, Amethyste, Jaspis und andere Quarze zu schürfen.

Die zahlreichen Stollen und Weitungen liegen inmitten eines Naturschutzgebietes. Der ca. 10minütige Fußweg vom Parkplatz zur Mine, entlang des neu angelegten geologischen Lehrpfades, ist bereits ein Erlebnis für sich. Sowohl de Weg zu den Minen als auch die Minen selbst sind behindertengerecht ausgebaut.

In Idar-Oberstein befindet sich auch die einzigartige Felsenkirche, die als Reue für einen Brudermord des Ritters vom Oberen Stein einer Sage nach in den Jahren 1482 bis 1484 erbaut wurde. Eine rieselnde Quelle, die heute noch in der Kirche zu bestaunen ist, erklärt die Entstehung der Felsennische, in der die Kirche rund 60 Meter über dem Erdboden errichtet wurde. Die Felsenkirche hat als sakrales Wahrzeichen der Stadt Idar-Oberstein Weltruhm erlangt.